„Laufe Deine Träume“ Jola rennt die Via Alpina in 50 Tagen

„Laufe Deine Träume“ Jola rennt die Via Alpina in 50 Tagen

Die Pforzheimer Ausnahmeläuferin Jola Ketterer (57) startet am 16. Juli 2026 zu ihrem neusten Lauf-Projekt und rennt die 2.000 Kilometer lange Via Alpina den Alpen-Hauptkamm entlang von Triest bis nach Monaco. Dabei stellt sie sich nicht nur den insgesamt 120.000 Höhenmetern, sondern auch dem Müll entlang der Route, den sie aufsammeln wird.

Seit frühester Kindheit ist Jola Ketterer begeisterte Läuferin: Sind es zunächst eher die Tartanbahnen in Stadien, folgen schnell Mittelstreckenläufe auf der Straße bis sie 2017 den Ultra-Trail durch die Berge entdeckt. Neben herausfordernden Wettbewerben wie beispielsweise dem Trans-Alpine-Run, sind es aber vor allem ihre ganz persönlichen Projekte, die sie bald jedes Jahr durchführt und dabei immer auch Geld für einen guten Zweck sammelt. Ihre zweifellos bekannteste Aktion war die beindruckende Durchquerung der USA von Los Angeles nach New York in nur 100 Tagen im Jahr 2024.

Mit der roten Strecke des alpinen Weitwanderweg-Netzwerks „Via Alpina“ erfüllt sie sich einen weiteren läuferischen Traum. Insgesamt neun Länder wird sie in den maximal 50 Tagen ihrer Tour queren. Die extreme Herausforderung mit 120.000 Höhenmetern wird dabei mit den Passagen entlang der spektakulärsten Gipfeln und Bergkulissen der Alpen belohnt.

Jola Ketterer übernimmt mit der öffentlichen Aufmerksamkeit, die ihre Läufe erzeugen, aber immer auch Verantwortung für die Gesellschaft, indem sie auf Missstände hinweist und zum Spenden für deren Behebung aufruft. In den vergangenen Jahren sind auf diese Weise mehrere Zehntausend Euro für wohltätige Sozialprojekte zusammengekommen.

Für die Via Alpina hat sie sich vorgenommen, den achtlos weggeworfenen Müll entlang der Strecke zu sammeln. Der Massentourismus am Berg mit Rucksack, Mountain-Bike oder Skiern erzeugt Spuren und Probleme in den sensiblen Naturlandschaften. Mit der Aktion verfolgt Jola Ketterer nicht nur den Aspekt der Umweltverschmutzung, sondern konfrontiert uns mit unserer Wegwerf-Mentalität und stellt diese in Frage. Dass Müll meist Wertstoff sein kann, aus dem sogar wieder schöne Dinge entstehen können, soll unseren Blickwinkel auf Abfall verändern: In dem Workshop „Objet Trouvé“ am Pforzheimer Schmuckmuseum widmet man sich diesem neuen Verständnisansatz und transformiert unter pädagogischer Anleitung mit Kreativität und Experimentierfreude scheinbar wertlosen „Müll“ in Upcycling-Schmuck. Der Erlös der individuellen Schmuckstücke und Schmuckobjekte kommt dem Stadtjugendring Pforzheim zugute.

Die Durchführung eines derartigen Sportereignisses erfordert erhebliche finanzielle Mittel. Jola Ketterer darf sich hierbei auf einige treue Sponsoren stützen. Allerdings gestaltet sich das in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten nicht leicht, weshalb zusätzlich über die SWP- Crowdfunding-Plattform ein entsprechender Aufruf gestartet ist: Jeder Beitrag ab mindestens 10€ wird mit zusätzlichen 10€ bezuschusst. Somit kann jede und jeder Teil dieses engagierten Lauf- und Spendenprojekts werden.

Jola Ketterer, 1969 in Polen geboren und aufgewachsen. Seit über 30 Jahren lebt sie in Pforzheim, ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. Als selbständige Lauftrainerin unterstützt sie andere Menschen mit Expertise und Leidenschaft dabei, Freude am Laufen zu entdecken und deren gesteckten Laufziele zu erreichen.

 

Pforzheim, den 15.07.2026

Jola Ketterer

Lauftraining & Coahing

www.jk-lauftraining.de

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Neues Buch: Frank Eichmann erzählt von seiner Via-Alpina-Tour

Neues Buch: Frank Eichmann erzählt von seiner Via-Alpina-Tour

Der 1965 geborene Steuerberater Frank Eichmann hat seine große Weitwanderung in einem über 300-seitigen Buch verarbeitet – und berichtet nun davon, wie es zu seiner 2.600 Kilometer langen Tour auf der Via Alpina kam.

Vor vier Jahren packte ihn erneut das Fernwander-Fieber. Statt eines Weitwanderwegs in den USA oder Neuseeland entschied er sich für die rote Route der Via Alpina: 161 Etappen über den Alpenhauptkamm, von Triest über Slowenien, Österreich, Deutschland, Liechtenstein, die Schweiz und Frankreich bis nach Monaco – acht Länder, rund 2.600 Kilometer und etwa 140.000 Höhenmeter.

Vier Monate war Eichmann unterwegs, fast durchgängig zu Fuß und größtenteils allein, mit Zelt im Gepäck. Unterwegs erlebte er Wettergefahren, Übernachtungsprobleme und körperliche Strapazen – aber auch unvergessliche Naturschauspiele, herzliche Begegnungen mit Einheimischen und anderen Wanderern sowie ein nie gekanntes Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Mehr als 7.000 Fotos brachte er von seiner Reise mit.

Sein Fazit: eine Tour voller emotionaler Höhen und Tiefen, die ihm alles abverlangte – und alles gab.

Sein Buch Wanderung ins Glück. Via Alpina – 2.600 Kilometer über den Alpenhauptkamm von Triest nach Monaco ist bei Books on Demand erschienen (313 Seite – bei Amazon und in jeder Buchhandlung erhältlich).

 

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Via Alpina Explorer

Via Alpina Explorer

In die Bergschuhe, fertig, los!

Im Sommer 2022 wanderten neun «Explorer» entlang der überarbeiteten roten Route der Via Alpina. Sie erzählten dabei Geschichten über alpine Biodiversität, die Magie des Weitwanderns, regionale Spezialitäten und Begegnungen entlang des Weges – in Kurzvideos, Reportagen, Film- und Kunstprojekten.

Zum 20-jährigen Jubiläum der Via Alpina hat CIPRA International neun Wanderstipendien an Menschen aus dem gesamten Alpenraum vergeben, die sich auf eine Entdeckungsreise entlang der überarbeiteten roten Route des Weitwanderweges machten. Die VAUDE Sport Albrecht von Dewitz Stiftung unterstützte die Reise der Via Alpina Explorer mit 1‘500 Euro und einem Wanderrucksack.

Von Mitte Juni und bis Anfang September 2022 erwanderten die so genannten «Explorer» die überarbeitete rote Route, jede:r mindestens einen Teil von ungefähr 200 Kilometern. Die Routen verlaufen quer durch alle Alpenländer. Zum Abschluss trafen sich die Explorer an der AlpenWoche im September 2022 in Brig-Glis/CH. Ihre Reise findest du in den sozialen Medien unter dem Hashtag #viaalpinaexplorer.

Rückblicke der Explorer:

„Die Via Alpina zeigt, dass Alpentourismus und Umweltschutz keine Gegensätze sind», meint Timm Rotter aus München/D. Der Social-Media-Experte stellt ermutigende Geschichten über Umweltschutz in den Alpen und die Menschen dahinter in den Vordergrund seiner Reise, denn Klimaschutz brauche Vorbilder. Aline Schädler, Medizinstudentin aus Liechtenstein, dokumentiert ihre Wanderung auf der Via Alpina unter anderem auf der Plattform TikTok. Für sie ist es die erste Weitwanderung, während Julien Defois aus Toulouse/F die Via Alpina diesen Sommer bereits das zweite Mal wandert. «Manchmal braucht man einen radikalen Wandel. Die Wanderung auf der Via Alpina hat mir dabei geholfen», meint Julien. Als Via Alpina Explorer widmet er sich filmisch und literarisch der «inneren Reise» während des Weitwanderns. Die Südtirolerin Sophia Niederkofler erstellt eine etwas andere Landkarte ihrer Wanderung, mit Schnappschüssen von Erinnerungen, Pausen und Begegnungen. Ihre ganz persönliche Wanderkarte regt zum Innehalten an: «Pausen können zu neuen Begegnungen führen, sie laden deine Batterien auf, geben Raum für Gespräche“

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