Alpiner Weg (drahtseilgesicherte oder besonders ausgesetzte Stelle, Firn, Blockhalde)
R44
Scharnitz » Meilerhütte
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7h45 |
19.1 km
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1949 m
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553 m
Eine recht anspruchsvolle und lange Etappe steht bevor. Der erste Teil beinhaltet den Übergang in die Leutasch über den 1.495m hohen Hohen Sattel. Der zweite Teil der Etappe wird hochalpin. Der Anstieg zur Meilerhütte ist steil und durch schroffes Gelände, wie es für das Wettersteingbirge charakteristisch ist, gekennzeichnet.
Westlich von Scharnitz folgt man anfangs einer kleinen Fahrstraße, später einem Bergpfad aufwärts und immer nördlich oberhalb der Sattelklamm. Das letzte Stück zum Hohen Sattel führt im Taleinschnitt in Serpentinen empor. Auf der anderen Seite geht es nun überwiegend durch Wald durch das Satteltal hinunter nach Ahrn in der Leutasch (ca. 3h). Hier könnte man einen Abstecher nach Gasse oder Leutasch machen, speziell dann, wenn man bereits hier Übernachten möchte, um sich die Kräfte für den steilen Anstieg zur Meilerhütte zu sparen. In Ahrn überquert man die Leutascher Ache und die Bundesstraße und gelangt zum Nordrand von Lehner. Hier folgt die Via Alpina dem Verlauf des E4a über den Puitbach und auf einem schönen Waldweg zum Eingang des Berglentals. In diesem Tal geht es nun ziemlich steil und bald auch schrofig empor, bis es sich unterhalb der gewaltigen Mutterstein-Südwand weitet. Das nun folgende flachere Stück am Nordrand des Leutascher Plattes entlang lässt eine kurze Verschnaufpause zu, bevor es noch einmal steil und durch Geröll aufwärts zur Meilerhütte am Dreitorspitzgatterl geht (4h30min von Ahrn). (Christina Schwann, OeAV)
Natur- und Kulturerbe
Scharnitz wird auch das Tor zum Karwendel genannt, denn der kleine Ort liegt direkt am Aus- bzw. Eingang zum Karwendeltal. Außerdem befindet sich eine Informationsstelle des Alpenparks Karwendel in Scharnitz. Der Ort verfügt über einen Bahnhof der Karwendelbahn, eine der ältesten vollelektrifizierten Strecken im Alpenraum (fährt stündlich von München über Garmisch u. Mittenwald nach Innsbruck) mit 16 Tunneln und Viadukten. Eine Besonderheit stellt die sogenannte "Porta Claudia" dar. Sie wurde von Erzherzog Leopold, Landesfürst von Tirol, 1629 als Sperrfeste zum Schutz der Nordgrenze von Tirol anlässlich des 30-jährigen Krieges errichtete. Nach seinem Tod setzte seine Frau Claudia von Medici die Bauarbeiten fort und vollendete diese 1633. Unter Maria Theresia und später ihrem Sohn Joseph II. wurde die Festung ausgebaut und 1792 als Hauptfestung mit Vorwerken vollenden. 1809 wurde die Festung im Zuge der Tiroler Freiheitskämpfe aber zerstört. Noch heute sind zu beiden Seiten der Isar die Ruinen der einst gewaltigen Festung zu sehen. Im weiteren Verlauf dieser Etappe gelangt man in die wunderschöne Leutasch. Dieses Tal am Fuße des beeindruckenden Wettersteingebirges war nie von den Römern besiedelt. Zumindest weisen keinerlei Funde aus dieser Zeit auf eine Besiedelung hin. Erst im ausgehenden 12. Jahrhundert kamen die ersten Siedler in die Leutasch. Von jeher wurde mit der Landschaft, mit den Wiesen und Wäldern ein sehr behutsamer oder sogar ehrfürchtiger Umgang gewählt. Diese Vorgehensweise muss jeder spüren, der heute auf das Tal blickt, denn große Umweltsünden sind hier nicht zu sehen. Nun beginnt aber der Anstieg auf die Mindelheimerhütte, mitten im Herzen des Wettersteingebirges. Dieses mächtige Massiv liegt zwischen Garmisch-Partenkirchen und Ehrwald, Mittenwald und dem Inntal. Das Wettesteingebirge besteht aus einer langen Kette, die von der Zugspitze ausgehend zunächst nach Süden verläuft und sich dann nach Osten wendet. Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands. Durch die gewaltige Seilbahnstation direkt auf ihrem Gipfel ist der Berg zwar völlig zubetoniert und verkabelt, aber ein Besuch lohnt sich allemal. (Christina Schwann, OeAV)
Nützliche topografische Karten
Nr. 4/3 Wetterstein, Mieminger Gebiree, Ost ~ Oesterreichischer Alpenverein (1:25.000)
Geheimtipp oder Kritik? Geben Sie Ihren eigenen Kommentar zu dieser Etappe ab. Für allgemeinere Bemerkungen, nutzen Sie bitte die Funktion Kommentar der Seite Via Alpinisten am Wort.
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