Alpiner Weg (drahtseilgesicherte oder besonders ausgesetzte Stelle, Firn, Blockhalde)
R43
Falkenhütte » Scharnitz
|
7h30 |
30 km
|
664 m
|
1543 m
Von der Falkenhütte führt der Weg über das Almgelände hinunter zur romantischen Ladizalm und zum kleinen Ahornboden, an dem das Hermann von Barth Denkmal steht. Die großen Ahornbäume und der Brunnen laden zum Verweilen ein, aber nicht zu lange, denn der Weg zum Karwendelhaus und hinunter nach Scharnitz ist noch lang.
Von der Falkenhütte führt einerseits die Forststraße und andererseits der Wanderweg hinter der Hütte zum Karwendelhaus. Die Via Alpina folgt dem Wanderweg, die Forststraße ist den Mountainbikern vorbehalten. Nach ca. 15min trifft man allerdings wieder auf die Forststraße, die zur Ladizalm führt. Dieser Straße folgt man bis zur Abzweigung „Karwendelhaus, Kleiner Ahornboden“. Nach weiteren 30min kommt man wieder zu einer Abzweigung. Es bietet sich die Möglichkeit, einen direkteren Steig zum Karwendelhaus zu benützen. Dieser Weg ist landschaftlich sehr reizvoll, führt aber nicht zum kleinen Ahornboden und zum Hermann von Barth-Denkmal. Aus diesem Grund ist es besser, dem breiteren Weg zu folgen, auf dem man zum idyllischen kleinen Ahornboden gelangt, der mit seinen großen, schattenspendenden Ahornbäumen und dem Brunnen zu einer Rast einlädt (ca. 1h15min von der Falkenhütte). Vom kleinen Ahornboden folgt man dem Weg Richtung Karwendelhaus, auf dem man nach ca. 1h30min den Hochalmsattel erreicht. Vom Hochalmsattel sieht man bereits in das Karwendeltal hinunter. Aber auch der Blick zurück auf die Falkenhütte und die Lalidererwände lohnt sich. In 30min erreicht man das Karwendelhaus. Hier zweigt die Via Alpina – Variante nach Innsbruck über die Birkkarscharte, das Hallerangerhaus und die Pfeishütte ab. Die Überschreitung der Birkkarspitze (2.749m), der höchsten Erhebung des Karwendels, ist allerdings den erfahrenen Bergsteigern vorbehalten. Die Via Alpina führt weiter hinunter in das Karwendeltal, wo man 20 km auf dem Güterweg neben dem Karwendelbach wandert. Nach einem ersten steilen Stück, wird es angenehm flach und man kann die Blumenpracht des Karwendeltals in vollen Zügen genießen. Die Gehzeit nach Scharnitz beträgt 4h30min. Wem die Etappe Falkenhütte – Scharnitz zu lang ist, kann am Karwendelhaus nächtigen. Auch die Larchet-Alm nach ca. 3h Gehzeit vom Karwendelhaus bietet Übernachtungsmöglichkeiten, allerdings nur in beschränkter Anzahl. (Christina Schwann, OeAV)
Natur- und Kulturerbe
Auf dem Weg zum Karwendelhaus kommt man am Kleinen Ahornboden vorbei, wo man unbedingt kurz verharren oder eine Rast einlegen sollte, um den ganz besonderen Zauber dieses Ortes zu spüren. Umrahmt von den höchsten Gipfel des Karwendels, liegt der Kleine Ahornboden verträumt an deren Fuße. Das Hermann-von-Barth-Denkmal im Schatten einer der mächtigen Ahornbäume erinnert an den Erschließer des Kawendels. Und das macht vermutlich auch die Besonderheit dieses Flecken Erde aus, denn hier stört nichts die Eintracht zwischen Bergen, Ahornen, Tieren und auch dem Menschen, der sich ihr nicht verschließt. Das Karwendelhaus auf 1.750m Höhe am Fuße der höchsten Erhebung des Karwendels, der Birkkarspitze mit 2.749m, thront über dem sich weit nach Westen erstreckenden Karwendeltales. Es wurde nach 5-jähriger Bauzeit von der Sektion M.T.V. München des Deutschen Alpenvereins 1908 fertiggestellt. Für die Errichtung mussten 4.000cqm Felsen mit Pickel und Dynamit mühevoll beseitigt werden. Damals wie heute ist das hervorragend ausgestattete Haus Ausgangspunkt für viele alpine Touren und beliebtes Ausflugsziel für zahlreiche Mountainbiker. Außerdem zweigt vom Kawendelhaus die Via Alpina Variante nach Innsbruck ab. Diese Route führt über die Birkkarspitze, das Hallerangerhaus, die Pfeishütte und die Nordkette mitten in das Herz der Alpenstadt Innsbruck, die neben ihren zahlreichen kulturellen Höhepunkten auch Sitz des Ständigen Sekretariats der Alpenkonvention ist. Der Karwendelbach – prägend für das Karwendeltal – entspringt unterhalb der Birkkarspitze und stürzt gleich neben dem Karwendelhaus in die Tiefe. Erst weiter unten im Tal beruhigt er sich und seine türkisen Wasser plätschern gemütlich durch das nur leicht fallende Tal. Die Vegetation im Talraum ist von Lawinen geprägt, was das Aufkommen von Hochwald verhindert. Latschen und Legbuchengesellschaften geben dem Tal sein besonderes Aussehen. Im Bereich des Stachelkopfes finden sich an einer Steilwand die nördlichsten Zirbenvorkommen und im Bereich der Lachetalm hat auch der Bergahorn eine Heimat gefunden. (Christina Schwann, OeAV)
Andere Weitwanderwege und Varianten
Verbindungsweg nach Innsbruck: 1. Von Karwendelhaus über Birkarspitze, Hallerangerhaus und Pfeishütte (nur für Geübte), 2. Von Scharnitz durch Hinterautal zum Hallerangerhaus und zur Pfeishütte.
Nützliche topografische Karten
5/2 Karwendelgebirege Mitte und 5/1 Karwendelgebirge West ~ Oesterreichischer Alpenverein (1:25.000)
Geheimtipp oder Kritik? Geben Sie Ihren eigenen Kommentar zu dieser Etappe ab. Für allgemeinere Bemerkungen, nutzen Sie bitte die Funktion Kommentar der Seite Via Alpinisten am Wort.
Geheimtipp oder Kritik? Geben Sie Ihren eigenen Kommentar zu dieser Etappe ab. Für allgemeinere Bemerkungen, nutzen Sie bitte die Funktion Kommentar der Seite Via Alpinisten am Wort.